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Natur/Kunst

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Der Titel der neuesten Ausstellung von Sammlungsstücken des Ludwig Forums in Aachen.lautet "Fokus 03 Natur/Kunst". Diese Ausstellung präsentiert eine Werkauswahl von 31 internationalen Künstlern. Die 40 Arbeiten setzen sich auf vielfältige Weise mit dem Begriff "Natur" auseinander. Sie sind sechs Einzelthemen zugeordnet und stellen so formale Bezüge und Sinnzusammenhänge her.

Die Malerei des New Yorker Künstlers Julian Schnabel, die skulpturalen Arbeiten des kubanischen Künstlers Kcho sowie die von Thomas Virnich aus Mönchengladbach befassen sich mit den Schnittstellen von Natur und Kultur. Sie verwenden Naturformen, die auch landwirtschaftliche Geräte sein können. Sie erinnern daran, dass die menschliche Kultur ihren Ursprung dem Kultivieren verdankt. Oder anders gesagt: Was wir heute "Kultur" nennen, bedeutet eigentlich nichts anders als „Ackerbau“.

Die Faszination am kontemplativen Effekt von Natur vereint den britischen Künstler Richard Long, Michael Bibersteins aus Portugal, die brasilianische Künstlerin Betty Leirner und indirekt auch Richard Tuttle. Das kommt eindrucksvoll in ihren Installationen, Gemälden und Videos zum Ausdruck.

Mit Tunga aus Brasilien und Nancy Graves aus New York sind in der neuen Präsentation Künstler vertreten, die die Tradition der Naturstudie aufgreifen und im wissenschaftlichen Duktus "operieren".

Verblüffende Erkenntnisse über die Strukturen der Natur finden sich in den monumentalen Holzschnitten des Schweizer Künstlers Franz Gertsch, aber auch in der Raum füllenden Installation aus 28 mächtigen Baumstämmen des Japaners Shiego Toya. Beide Arbeiten werden durch die Kleinformate von Ai Wei Wei aus Bejing und Ira Joel Haber in einen spannungsreichen Kontrast gesetzt.

Der Zeichentrickfilm von Suzan Pitt aus Los Angeles vertritt programmatisch den Themenbereich „Triebkräfte der Natur und Eros als Inspirationsquelle der Kunst“. Hier sind die amerikanischen Künstler des Pattern & Decoration mit Kim Mac Connel und Brad Davis zugeordnet sowie ein Gemälde von Roy Lichtenstein.

Den Einstieg und das Ende der Ausstellung bilden Arbeiten, in denen die Natur zur Bühne für beschauliche Reisen und andere Wege wird. Während ein ungewöhnliches Gemälde von William Wegmann aus New York das Motiv der Grande Tour des 19 Jahrhunderts aufgreift, nutzt das Schweizer Künstlerduo Peter Fischli & David Weiss die Wanderung für philosophische Naturbeobachtungen.

Kuratorin: Dr. Annette Lagler

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